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Seit dem 1. Januar 2001 sind gesetzliche Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrenten durch die neue Erwerbsminderungsrente ersetzt. Betrugen die staatlichen Rentenzahlungen im Falle eingeschränkter Erwerbsfähigkeit schon bislang nur einen Bruchteil des letzten Bruttogehalts, so sind diese Leistungen mit Jahresbeginn 2001 noch einmal gekürzt worden.

Die neue Erwerbsminderungsrente existiert in zwei Stufen: Entscheidenden Einfluss auf ihre Höhe hat die Verwendbarkeit des Betroffenen auf dem Arbeitsmarkt. Im Detail:
Kann der Versicherte zwischen drei und sechs Stunden täglich arbeiten, erhält er die halbe Erwerbsminderungsrente; sie beläuft sich auf maximal 17 Prozent des letzten Bruttolohnes.
Nur wenn er täglich weniger als drei Stunden arbeitsfähig ist, bekommt er die volle Rente in Höhe von maximal 34 Prozent seiner letzten Bruttobezüge.
Ist ein Betroffener in der Lage, täglich noch über sechs Stunden einer Tätigkeit nachzugehen, so geht er leer aus.
(Der genaue Prozentsatz richtet sich für beide Varianten u.a. nach Anzahl und Höhe der geleisteten Rentenbeiträge.)

Die alten Bestimmungen sahen für vergleichbare Fälle - wenngleich unter anderen Bezeichnungen - noch Beträge von 28 bzw. 42 Prozent vor. Mit den früheren Sätzen betrug die durchschnittliche Monatsrente bei Teil-Berufsunfähigkeit in den alten Bundesländern 568 EUR monatlich, in den neuen Ländern 462 EUR - diese Leistungen reduzieren sich durch die Neuregelung noch einmal. Die Folge: Soll der bisherige Lebensstandard bei Berufsunfähigkeit beibehalten werden, klafft die Versorgungslücke noch weiter auf.

Zwei weitere Maßnahmen der Rentenreform führen ebenfalls zu Leistungskürzungen:
Wer am 1. Januar 2001 jünger als 40 Jahre war (also ab dem 2. Januar 1961 geboren wurde), erhält keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente mehr, wenn er in seiner bisherigen oder einer ähnlichen Tätigkeit gesundheitsbedingt nicht mehr arbeiten kann. Dabei gilt: Ist jemand nicht mehr in der Lage, seinen bisherigen Beruf auszuüben, wird er auf andere Tätigkeiten am Arbeitsmarkt verwiesen. Diese "abstrakte Verweisung" erstreckt sich auch auf Jobs, die geringere Qualifikationen erfordern als die bisherige Beschäftigung.
Bei allen, die vor dem 2. Januar 1961 geboren wurden, wird die Höhe der Erwerbsminderungsrenten nach dem Umfang der täglich möglichen Arbeitszeit in ihrem zuletzt ausgeübten Beruf berechnet. Hier spielt eine Verweisung auf berufsfremde Tätigkeiten keine Rolle.

Zu den Neuregelungen ein Zahlenbeispiel.

Ein Verwaltungsangestellter hat ein monatliches Bruttoeinkommen von 3000 EUR. Bei einem Unfall erleidet der 37-jährige ein Schädel-Hirn-Trauma; danach ist er nur noch in der Lage, fünf Stunden täglich zu arbeiten. Die Unfallfolgen verhindern aber eine Rückkehr in seinen alten Beruf, das Unfallopfer übernimmt eine Stelle in der Registratur. Für die reduzierte Stundenleistung erhält er in der neuen Tätigkeit netto 700 EUR. Dazu kommen 20 Prozent aus der halben Erwerbsminderungsrente in Höhe von 600 EUR. Statt wie früher knapp 1700 EUR Monatsnetto für seinen Verwaltungsjob erzielt der Angestellte mit insgesamt 1300 EUR nurmehr ca. 75 Prozent vom alten Verdienst.

Dieses Beispiel verdeutlicht das Ausmaß der Versorgungslücke. Somit ergibt sich - seit dem Jahreswechsel verstärkt - die Notwendigkeit, staatliche Leistungen durch private Vorsorge für den Fall der Berufsunfähigkeit zu ergänzen.

Vorsorge mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Einführung der halben bzw. vollen Erwerbsminderungsrente zum Jahreswechsel 2000/2001 kommentierte Stiftung Warentest lapidar: "Wer nicht am Hungertuch nagen will, wenn er bereits in jüngeren Jahren nicht mehr arbeiten kann, muss zwangsläufig selbst vorsorgen."

Dieser wachsende Bedarf hat die Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen auf den Plan gerufen. Gesellschaften bieten derartige Verträge zum Schutz der Arbeitskraft in mehreren Varianten an - so als
eigenständige Policen für den Fall der Berufsunfähigkeit
bzw. Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen (BUZ) in Kombination mit einer


Risiko-Lebensversicherung
Kapital-Lebensversicherung
privaten Rentenversicherung
Welche dieser Varianten zum Zuge kommt, hängt von den jeweiligen Lebensumständen ab. Eine BUZ mit Risiko-Lebensversicherung sichert gleichzeitig die Hinterbliebenen materiell ab, außerdem ist diese Kombinationslösung oftmals günstig zu bekommen.

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